Aktuelle Nachrichten

10.08.2017, Hannover Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Aktien an der Volkswagen AG, die Interessen des Landes werden von Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, und Ministerpräsident Stephan Weil im 21köpfigen Aufsichtsrat vertreten. Im Jahre 2015 wurde bekannt, dass Volkswagen bei seinen Fahrzeugen mit Dieselmotoren in einigen Abgastests Ergebnisse mit verbotener Regelungssoftware manipuliert hatte. Auf der Hauptversammlung der Aktionäre im Juni 2016 stimmte das Land Niedersachsen der Entlastung von zwei Vorstandsmitgliedern des Konzerns nicht zu, sondern enthielt sich der Stimme. Numehr wurde bekannt, das Niedersachsens Ministerpräsident Weil den Text seiner Regierungserklärung dem VW-Vorstand vorab zur Verfügung gestellt hat. Dies hat im Zusammenhang mit dem Abgasskandal eine erhebliche Brisanz.

Berichterstatter vermuten, der VW-Vorstand habe so Einfluss auf die Regierungserklärung genommen und problematische Aussagen umformuliert oder sogar streichen lassen. Auf jeden Fall gerät dadurch die Politik der niedersächsischen Regierung ins Zwielicht. Gleichwohl hat der Abgasskandal bei VW Auswirkungen auf den Umsatz und somit auch auf die Arbeitsplätze. Die Volkswagen AG beschäftigt in Niedersachsen über 75.000 Menschen, hinzu kommen die Arbeitsplätze bei der Zulieferindustrie
07.08.2017, München Der FC Bayern gab bekannt, dass sein Sportdirektor Michael Reschke den Verein verlassen werde. Er wird damit nicht arbeitslos, nach einer kurzen Übergangszeit wird er Sportvorstand beim VfB Stuttgart. Seit 2014 war Reschke beim FC Bayern. Jan Schindelmeiser, der bisherige Sportdirektor des VfB, ist bereits von seinen Aufgaben entbunden worden. Der Vorstandsvorsitzende vom VfB Stuttgart Wolfgang Dietrich sagte: "Wir bedauern diesen Schritt, waren letztlich aber nicht mehr davon überzeugt, dass die Umsetzung unserer Ziele und der getroffenen Absprachen in der bisherigen Personalkonstellation zu erreichen sind. Letztlich steht der VfB Stuttgart über allem und es ist unsere absolute Pflicht, Entscheidungen ausschließlich im Sinne des Vereins und im Sinne einer positiven Entwicklung zu treffen."

Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge dankte Reschke für seine Arbeit: "Ich bedanke mich im Namen des FC Bayern München für die hervorragende Arbeit, die Michael Reschke in den vergangenen drei Jahren für den FC Bayern geleistet hat. Er hat mit seinem Fachwissen, seiner Professionalität und seinem Netzwerk einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des FC Bayern geleistet
06.08.2017, Phoenix Im September 2016 hatte eine 23-jährige Mutter ihre 17 Monate alte Tochter in die Wüste des Navajo-Reservates gebracht und sie dort alleine zurückgelassen. Als sie nach vier Tagen wieder kam, war das Kind gestorben. Sie verscharrte den Körper in einem Tierbau. Jetzt verurteile das Gericht in Phoenix sie zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren wegen Totschlags.

Nachdem die Mutter ihr Kind hilflos in der Wüste zurückgelassen hatte, traf sie sich mit Freunden und ging Eisessen. Davon postete sie Bilder auf Facebook, so der zuständige Staatsanwalt. Die Mutter hatte erst vor wenigen Tagen das Sorgerecht für das Mädchen zurückerhalten
02.08.2017, Berlin Die polnische Regierung fordert von der Bundesrepublik Deutschland 72 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 erneute Reparationszahlungen. Demzufolge untersuche der wissenschaftliche Dienst im polnischen Parlament derzeit, welche rechtlichen Möglichkeiten der Regierung Polens zustehen würden, wie ein Abgeordneter der rechtspopulistischen Regierungspartei PiS meint. Bereits vergangene Woche meldete der Parteichef der Rechtspopulisten, Jaroslaw Kaczynski, eine ?historische Gegenoffensive?. Im polnischem Radio äußerte sich Kaczynski gegenüber der Haltung Deutschlands: ?Wir reden über gewaltige Summen und auch über die Tatsache, dass Deutschland sich viele Jahre lang geweigert hat, die Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg zu übernehmen.?

In dem von 1939 bis 1945 andauerndem Krieg kamen sechs Millionen Polen ums Leben. Deutsche Soldaten erschossen teils wahllos Zivilisten, vollstreckten Massenmorde, zerstörten und verwüsteten Städte, Dörfer und ganze Landstriche und errichteten Vernichtungslagers, Konzentrationslager (KZ), wie beispielsweise Auschwitz.

Bereits vor zehn Jahren forderte Kaczynski in seiner Amtszeit als Ministerpräsident weitere Reparationszahlungen von Deutschland. Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) leistete nach dem Krieg Reparationszahlungen an Polen. Im August 1953 jedoch lehnte Polen in einem Brief weitere Reparationszahlung mit der Begründung ?einen weiteren Beitrag zur Lösung der deutschen Frage im Geiste der Demokratie und des Friedens? ab. Auf das im Brief beigelegten Dokument verwies die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin. Deutschland stehe politisch, moralisch und finanziell zu seiner historischen Verantwortung, aber die Frage der Reparationen sei rechtlich und politisch bereits abschließend geregelt, so Demmer im Bundestag
02.08.2017, Hamburg Am 28. Juli tötete ein palästinensischer Flüchtling mit einem Messer in einer Edeka-Filiale im Hamburger Stadtteil Barmbek eine Person. Des Weiteren erlitten sechs weitere Personen Verletzungen, darunter eine schwere Verletzungen. Sieben Männer, viele mit Migrationshintergrund, bewarfen den Attentätern mit Stühlen und Steinen und hinderten ihn somit an der Flucht. Für ihr mutiges Eingreifen wurden sie im Polizeipräsidium mit dem Ian-Karan-Preis für Zivilcourage geehrt. Auch ist der Preis mit 500 Euro (?) pro Person dotiert. Ian Karan, ehemaliger Wissenschaftler, rief den Preis ins Leben.

Der Polizeipräsident der Freien und Hansestadt Hamburg nannte die sieben Männer ?Helden? und ?echte Barmbeker Jungs?. Es wären wahrscheinlich mehr Menschen gestorben, wenn sie nicht so beherzt eingegriffen hätten, so Meyer während der Preisverleihung heute. ?Unheimlich mutig? sagte der Polizeipräsident weiter. Einer der Männer, Ömer Ü., sagte gegenüber mehreren Medien, wie froh er sei, wie gut sie es hinbekommen hätten, den Täter früh zu stoppen. Ü. nahm eine Eisenstange, um gegen den Attentäter vorzugehen.

Ein Großteil der Geehrten nahmen zu der Preisverleihung ihre Familienangehörige mit. Auch sie seien noch emotional von der Tat belastet
01.08.2017, Cambridge Für die Universität Cambridge war es die Sensation: Angeblich hatten Wissenschaftler den kleinsten Stern der Welt entdeckt. Er sei nur etwa so groß wie Saturn und habe die 85fache Masse von Jupiter. Seine Entfernung beträgt 600 Lichtjahre. Der vorläufige Name für diesen Stern, der aufgrund seiner Entfernung als der scheinbar ?kleinste Stern der Welt? bezeichnet werden könnte, ist EBLM J0555-57Ab.





Unsere Sonne hat die 1048fache Masse von Jupiter. Ein vergleichbarer Stern ist Sirius B, der 98 % der Masse der Sonne, aber nur 2,7 % ihrer Leuchtkraft besitzt. Er ist jedoch nur etwa so groß wie die Erde und damit wesentlich kleiner als der neu entdeckte EBLM J0555-57Ab. Seine Entfernung beträgt nur 8,6 Lichtjahre, so dass er zu den bestuntersuchten sogenannten Weißen Zwergen gehört. Nach heutigen Erkenntnissen sind bei Sirius B die ersten beiden Phasen der Kernfusion bereits seit etwa 120 Millionen Jahren abgeschlossen. In der ersten Phase entsteht aus der Verschmelzung von Wasserstoffatomen zunächst Helium. Die zweite Phase ist der Drei-Alpha-Prozess, bei dem aus drei Helium-Kernen durch Kernfusion Kohlenstoff entsteht. Sirius B besteht hauptsächlich aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Er hatte wahrscheinlich ursprünglich eine Masse, die fünfmal so groß wie unsere Sonne war, und die 630fache Leuchtkraft der Sonne.

Nach Berechnungen der Astrophysik ist die Mindestmasse für einen Stern, der seine Energie aus der Kernfusion bezieht, etwa das 83fache von Jupiter. Neben der Mindestmasse ist auch eine bestimmte Dichte im Kern erforderlich, damit die Verschmelzung von Wasserstoffatomen überhaupt in Gang kommt. Insofern ist die Entdeckung von EBLM J0555-57Ab tatsächlich eine Sensation, da er von der Masse her der kleinste bisher bekannte Stern ist